Auf unbekannten Wegen auf den Reinischkogel

Als Halbtagestour und zum gemütlichen Spazierwandern hatten wir uns den Reinischkogel ausgesucht und wollten dieses Mal von der Deutschlandsbergerseite zum Gipfelkreuz wandern. Da hat uns nur Google Maps einen Strich durch die Rechnung gemacht, oder war es doch ein Userfehler?
Jedenfalls navigierte uns mein Smartphone gemütlich über die Autobahn nach Modriach zu unserem Ausgangspunkt, dem ehemaligen Gasthaus Reinischwirt. Vorbei am Gasthaus Klug ging es einer Schotterstraße dem Modriachwinkel Bach entlang bis wir vor einem vereisten Weg standen, den wir hätten noch folgen sollen. Das ist das erste Mal, dass uns Google Maps irgendwo in die Pampa geschickt hat, wo es nicht mehr weiterging. Also das Auto an den Straßenrand geparkt und von wo auch immer wir waren, ging es zu Fuß weiter. Da Wanderwegmarkierungen sichtbar waren, folgten wir denen mit einer leichten Vermutung Richtung Schrogentor unterwegs zu sein.

Über den vereisten Schnee zu gehen, war zwar etwas mühsam, Grödel leisteten hier aber gute Dienste und zwischendurch kamen wir sogar in die Sonne. Eigentlich folgten wir hier die meiste Zeit einer Forststraße, was für mich zwar unspektakulär war, aber auch das sollte sich nur kurze Zeit später ändern.

Spätestens ab dem Schrogentor (was aktuell eher ein unspektakuläre Gatter ist) wanderten wir wunderbar in der Sonne, unterbrochen von kleineren Waldabschnitten, immer wieder auf ein wildes Sammelsurium an Wandertaferln, vonhandgeschriebenen Holztafeln über die gelben Taferln vom Tourismusverband, Naturfreundetaferl und grüne Taferl mit den Wanderwegnummern. Hier wurde definitiv nicht mit Informationen gegeizt.

An einem Baum mit Tränke konnten wir eine kurze Pause einlegen und den Ausblick genießen auf die Windräder der Handalm und dahinter leuchtete auch die Koralm hervor. Vorbei an der Albrechtkapelle, die etwas abseits vom Weg liegt, aber mitgenommen haben wir sie trotzdem, ging es nun etwas bergauf, schließlich mussten noch ein paar Höhenmeter gemacht werden, bis wir auch am Gipfelkreuz und der kleinen Kapelle mit Friedensglocke angekommen sind.

Unser Abstieg ging zuerst Richtung Reinischwirt (Weg Nr. 551) und mit der Wegnummer 14 querten wir wieder zum Schrogentor von wo wir dem Weg zu unserem Ausgangspunkt folgten.

Eine Wegbeschreibung findet ihr wie immer auf alpenvereinaktiv.com und solltet ihr die Anreise etwas besser planen und nicht nur einem App überlassen, gelingt es auch sicher mit dem Start am Reinischwirt 😉 .

Fazit
Nette Spazierwanderung mit einigen, doch schönen, Panoramaausblicken ins steirisch-kärntnerische Grenzgebiet. Extra dafür anreisen muss niemand, aber wenn man nur einen halben Tag Zeit hat (inkl. An- und Abreise) dann ist das schon eine brauchbare Runde, bei der man auch einige Meter macht.