Spazierwandern auf der Steinberg Sternwarterunde in Hitzendorf

Für Spätaufsteher, Kurzentschlossene oder auch eifrige Spaziergeher eignet sich dieser Weg in unserer Nachbargemeinde Hitzendorf. Auf diesen Weg sind wir durch die Gemeindeseite gestoßen und konnten durch das Alpenvereinaktiv-App den Weg auch finden. Denn markiert ist er nicht, was durchaus Schwierigkeiten bei der richtigen Wegfindung bedeutet. Dazu werden auch noch andere Wanderwege gekreuzt oder mitverwendet und so geht man auf div. Wegerln und Straßen eigentlich eine längere Vormittags- oder Nachmittagsrunde.

Gestartet sind wir beim GH Rohrbacherhof, gleich gegenüber befindet sich ein mehr als grozügiger Parkplatz und hier kann auch im Anschluss eher klassisch gegessen werden (Öffnungszeiten beachten). Zuerst folgten wir der Straße laut App Richtung Nordost (der Kartendownload vorher macht sich später bei schlechterem Empfang bezahlt) auf dem Gehsteig doch schon bald mussten wir einige Meter neben der Straße gehen, was ich persönlich überhaupt nicht leiden konnte auf Grund des dreckigen Banketts und der oft rücksichtslosen Fahrweise der entgegenkommenden Autos.

Beinahe übersahen wir die erste Abzweigung. Eine Schotterstraße, die an einem Haus vorbeiführt, brachte uns in den Wald und wir machten ein paar Höhenmeter Richtung Steinberg. Auch der Kreislauf kam hier in Schwung und so war uns nicht lange kalt.

Bald ging es wieder aus dem Wald heraus und wir folgten teilweise Asphaltstraßen, Schotterstraßen und ein paar Abkürzungswegerl über oder neben Äcker waren auch dabei. Dabei mussten wir allerdings fast die ganze Zeit das Handy im Auge behalten, da bei diesem Weg relativ viel Abzweigungen genommen werden müssen um auch richtig unterwegs zu sein. Kurze Aussichten auf die umliegenden Hügel und Mausser Most sind eher unspannend aber viel mehr darf man sich auf dieser Wanderung nicht erwarten. Hier folgten wir auch dem Mostwanderweg bis zur Steinbergschleife und mussten wieder einmal neben der Straße gehen da wir die Landesstraße nicht zwei Mal queren wollten.

Mit leicht bewölktem Himmel und einer Aussicht Richtung Koralpe und Gleinalpe folgten wir der Steinbergschleife bis zum Anton Afritsch Kinderdorf und der Sternwarte. Eher unspektakulär sucht sich der Weg hier alle Möglichkeiten um durch Wald oder auf Pfaden zu gehen. Ein wenig Asphalt blieb auch hier nicht aus, wurde aber auf das Mindeste reduziert wie ich fand.

Auf dem Mostwanderweg und Steinbergschleife gab es zumindest Markierungen und so konnten wir abschnittsweise diesen Wegen und den Markierungen folgen – hin und wieder eine Kontrolle ob man noch richtig unterwegs ist, kann allerdings nicht schaden.
Am Forstkogel (höchster Punkt der Gemeinde Hitzendorf mit 621müA) warteten einige Steinskulpturen bzw. Steinmänner die diesen Platz kennzeichneten und der Weg schlängelte sich durch den Wald hinunter bis man bei einem Pferdehof vorbeikommt. Bald darauf mussten wir die letzten 2 Kilometer neben der Straße, Großteils ohne Gehweg, zurücklegen. Eine eher mühsame Geschichte, die das Ende eher nicht abrunden konnte.

Fazit
Eine gemäßigte Spazierwanderung mit wenig Ausblick außer auf die Smartphone App weil der Weg, sofern er nicht gerade mit anderen gemeinsam verläuft, nicht markiert ist. Wer einige Kilometer gehen will und in der Nähe wohnt, kann das durchaus als „Fitmarsch“ oder abwechslungsreiche Laufstrecke nehmen, die doch nicht unbeträchtliche Gehzeit neben der Straße am Schluss trübt das Ganze noch mehr ein. Meine Empfehlung lautet daher, wie immer eigentlich, sich eher mehr in Richtung Almen zu bewegen, aber im Spätherbst/Winter oder auch im Frühling kann dieser Weg schon für ein paar Kilometer in den Beinen sorgen.