Schon im Oktober waren wir auf einen kleinen Ausflug in der Kesselfallklamm, die wir bis dato noch nicht auf unserer Rechnung gehabt haben, obwohl wir nördlich von Graz wohnen und damit gar nicht so weit entfernt wohnen.
Nachdem es ein schöner Herbsttag war, wollten wir einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen und dafür ist der Rundweg in der Kesselfallklamm bestens geeignet – in rund einer Stunde ist der Weg durch die Klamm und zurück durch den Wald über Forststraßen erledigt.
Die „Navigation“ gestaltet sich recht einfach, gleich nach dem Gasthaus biegt man links ab und folgt den Wegweisern, dafür bekommt man einen Touch von Klamm und geht über Steige und Stiegen mal hinauf, mal hinab, durch die Klamm, die im Herbst auch recht ordentlich Wasser hatte. In niederschlagsarmen Sommern wird das wahrscheinlich weniger ein Erlebnis sein.







Am Eingang der Klamm wird um einen kleinen Beitrag für die Erhaltung der Klamm gebeten, ich hoffe sehr, dass dieser von allen Besuchern:innen entrichtet wird um die Arbeit und den Materialaufwand ein wenig abzugelten. Dafür gibt es so etwas wie ein kleines Erlebnis, vor allem für Kinder aber auch für Erwachsene.
Obwohl es kein supersonniger Tag war, waren doch einige Familien und auch ältere Personen hier unterwegs und manchmal kam es auch zu kleinen Verzögerungen auf Grund von Fotosessions, aber wir hatten Zeit und so haben wir geduldig gewartet und zwischendurch auch ein wenig mit den Leuten getratscht.
Im Herbst leuchtet der Wald natürlich in allen Farben und bietet hinreißende Anblicke, aber auch die Holzplanken sind leicht feucht und damit etwas rutschig – etwas Vorsicht ist auf jeden Fall bei der Begehung angebracht.






Auch ein nettes Aussichtsplatzerl gibt es, wo wir uns etwas Tee und einen Riegel gegönnt haben, bevor wir über Forstraßen zum Ausgangspunkt zurückgegangen sind.
Kurzweilig und doch mit einem Hauch einer Klamm hatten wir hier einen schönen Nachmittag. Die Metalltafeln, die auf „positive Energiepunkte“ hinweisen, halte ich persönlich für entbehrlich, sind es doch meist Aussichtspunkte, aber wenn es dazu führt, dass die Menschen ein wenig innehalten und sich der Schönheit solcher begehbaren Naturjuwele bewusst werden, erfüllen sie wohl ihren Zweck.

Fazit
Kurzweilige Wanderung durch eine kleine Klamm, kein Vergleich mit der Bärenschützklamm (die wohl erst 2024 wieder geöffnet wird), aber als Nachmittagswanderung, auch an kürzeren Tagen, eine durchaus gelungene Unternehmung.