Frühlingswanderung auf die Koralm von der Weinebene

Schon vor 2 Monaten (Ende Mai 2023) sind wir diese Wanderung gegangen, sie ist aber gerade für den Sommer und den Herbst auch empfehlenswert. Auf Grund der höheren Lage und des frischen Lüfterls bringt sie auch in der warmen Zeit eine schöne Abkühlung – aber Vorsicht bei Gewittern, das kann ganz schnell fatal ausgehen!

Gestartet sind wir auf der steirischen Seite, der Weinebene und gingen zuerst der Forststraße entlang Richtung Moschkogel, diesen Weg kannten wir bereits von unserer Schneeschuhtour aus dem Jahr 2021 (Link zum Blogbeitrag). Alleine waren wir an diesem Pfingstmontag nicht, aber der „Verkehr“ wurde immer weniger, je weiter wir uns vom Parkplatz der Weinebene entfernten und bald trafen wir nur noch vereinzelt Wanderer oder einzelne Gruppen. Ab dem Moschkogel hat man eine herrliche Aussicht auf den Koralmspeik und das große Kar, die einen fast den ganzen Weg über begleitet – da geht einem schon mal das Herz auf!

Ab dem Moschkogel geht es leicht fallend zum Anstieg auf die Hühnerstütze, eigentlich das einzige Stück bei dem man ins Schwitzen kommt. Der Weg ist etwas steinig-schottrig, aber einfach zu gehen. Eine Wandergruppe hat bereits am Fuß Rast gemacht und sich eine herzhafte Jause gegönnt, ob das vor dem Aufstieg wirklich die kräftigende Wirkung hat, naja, mir reicht da ein Müsliriegel, der liegt nicht so schwer im Magen.

Von der Hühnerstütze hat man zwar noch ein paar Höhenmeter auf den Seespitz und den Koralmspeik zu machen, mit den Stecken haben wir aber ein bisschen „andrücken“ können und haben so in einem ordentlichen Tempo unser Tagesziel erreicht. Unter dem Koralmspeik galt es noch ein kurzes, aber steiles Altschneefeld zu erklimmen, hier mussten wir etwas vorsichtig sein, vor allem mit den weichen Trailrunningschuhen.
Am Speik dann gab es Sonnenschein aber auch ein kühles Lüftchen und wir beschlossen unter dem Kreuz, etwas geschützt vor dem Wind, uns zu stärken.

Nach der Radaranlage gingen wir ein kurzes Stück auf der Straßen, ehe wir querfeldein Richtung Koralmschutzhaus gingen. Leider habe ich vorher die Karte nicht ordentlich gecheckt, diesen Abstieg und den darauffolgenden Aufstieg um ins Große Kar zu gelangen, war eigentlich unnötig. Wahrscheinlich ist dieser Umweg dem Standort des Koralmschutzhauses geschuldet, damit die Wanderer dorthin gelotst werden. Verständlich, aber lästig.

Nachdem wir zum Steinschneider hinaufgestapft waren, orientierten wir uns in Richtung Großhöllerhütte bzw. am Weg durch das Große Kar. Das Große Kar ist ein liebenswerter Naturraum der durch seine Kessellage und seine Weitläufigkeit wirklich beeindruckt. Wenn auch die Wassermengen hier unsere Schuhe etwas durchnässten, ließen wir uns davon nicht die Stimmung trüben. Die Großhöllerhütte ließen wir links liegen und wählten die Grillitschhütte für eine kurze Einkehr aus. Hier gab es eine wunderbare Frittaten- und eine Kaspressknödelsuppe für uns und gleichzeitig wurden unsere Beine immer schwerer. Mag auch am Bier gelegen haben. Jedenfalls fiel uns der folgende, kleine Anstieg zurück Richtung Weinebene sehr schwer.

Schlussendlich waren wir doch etwas weiter unterwegs als geplant, da wir uns nicht ganz an den geplanten Weg gehalten haben, konnten aber mit den gegangenen 18km und ca. 600HM rauf und runter durchaus zufrieden sein. Schließlich war es die erste, längere Gehzeit für mich nach meiner Sprunggelenksverletzung.

FAZIT
Tolle Eingewöhnungstour mit wenigen Höhenmetern und doch einigen Kilometern in typischer, sanfter Hügellandschaft. Meistens über der Baumgrenze mit herrlichen Ausblicken, Panorama allerdings lediglich auf der Koralm bzw. den höheren Punkten auf dieser Tour.
Wegbeschreibung bzw. eine leicht verkürzte aber wahrscheinlich bessere Tour weil man sich den Abstieg zum Koralmschutzhaus spart, findet ihr hier auf alpenvereinaktiv.com.