Bouldern im Maltatal – Sektor Bienenlehrpfad

Seit der Maltatal Kletterführer herausgekommen ist, verschlägt es Hinz und Kunz in dieses zauberhafte Tal, so auch uns am Nationalfeiertag.
Bouldern im Maltatal, vor allem im Sektor Schleierfall ist unter Kletterern sehr gut bekannt und inoffizielle wie offizielle Topos geistern im Internet oder als Druckwerk herum. Dieses Mal wollten wir jedoch die Blöcke in einem neuen Sektor – dem Bienenlehrpfad – auschecken und hofften auf die Veröffentlichung des Topos diesen Herbst – diese verzögert sich allerdings noch bis Frühjahr 2019.
Trotzdem sind wir hingefahren mit der Einstellung „mal schauen was es dort so gibt“ und eines kann ich euch jetzt schon sagen: es gibt dort richtig was zu tun!

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Ganz unproblematisch ist das Ganze hier allerdings auch nicht. Als wir Freitag Vormittag am Parkplatz der Falleralm (diese sperrt am Freitag erst um 17 Uhr auf) ankommen, der auch Ausgangspunkt für die Malteiner Wasserspiele und für einige Wanderwege ist, werden wir gleich als Boulderer identifiziert und von der Chefin vertrieben. Hier herrscht anscheinend ein ziemlicher Unmut über die Veröffentlichung bzw. nahende Veröffentlichung des Gebietes und dem Besuch der kletternden Zunft. Anscheinend gibt es hier noch kein Abkommen oder Regelungen, mit denen auch die Anrainer oder Grundbesitzer leben können. Sehr ärgerlich für uns natürlich, weil wir uns die Story von der Dame eine geraume Zeit lang anhören dürfen, obwohl wir noch nie dort waren, und Parkplatzalternativen de facto nicht vorhanden sind. Der Parkplatz beim Schleier ist ebenfalls schon voll, und neben der Straße können wir auch nicht parken… weil illegal.

Anyway, wir haben eine Lösung gefunden und können nur wenig später ins Gebiet starten. Im Bereich des Quellschutzgebietes ist Bouldern absolut verboten, aber das ist kein Problem. Es gibt hier mehr als genug Boulder in allen Graden und vor allem viele in den mittleren Graden von 6A-6C im Vergleich zum Schleier, wo eher harte Lines bis 8C zu finden sind, so wie ich das gesehen habe. Ohne Topo, ohne Grade, ohne Übersicht, einfach Blöcke suchen und bouldern was einem gefällt, das haben wir schon lange nicht mehr gemacht und so suchen wir zwischendurch immer wieder einige Zeit, bis wir was Passendes finden. Der Fels ist etwas leistiger als am Schleier, rauher, und – meiner Meinung nach – besser.
Auch wenn der Sektor im Wald liegt und stellenweise nicht perfekt geputzt wurde, Ausstiege verdreckt sind, oder wieder zumoosen, so sind die Boulder, die wir versuchen, richtig gute Linien und ein weiteres Mal wächst der Neid auf die Kärntner Nachbarn, die mit so einem Blockpotential gesegnet sind. Und ein bisschen die Felsen bürsten kann auch jeder.
Da ist es ein Leichtes gute Bilder zu machen 😉

Wir bouldern bis in die Abendstunden, inkl. einem ordentlichen Schreckmoment als Tom mit einem riesigen Felsbrocken herangeflogen kommt. Mühsam können wir das Teil zu Dritt von Morty’s durchstochenem Crashpad herunterrollen. Von aufheben sind wir da noch gaaanz weit entfernt. Soll heißen, 400-500 Kilo liegen da schon am Boden und wir alle sind heilfroh, dass weder Tom noch dem Spotter (mir!), etwas passiert ist. Ein paar Schutzengerl haben wir aber schon verbraucht…

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Als wir am Abend aus dem Wald kommen, hätten wir noch gerne bei der Falleralm ein Bierchen getrunken, oder auch zwei, aber wo man sich nicht willkommen fühlt, dort kauft man auch nicht ein. Vielleicht ändert sich dies in Zukunft ja. Ein paar Euros hätten wir schon dort gelassen als Dankeschön für’s Parken. So fahren wir aber gleich in unser gemietetes Häuschen, knacken das Dosenbier auf und kochen selber.

Der Tag darauf bietet von Früh weg Regen und die Wettervorhersage für Sonntag lässt Ähnliches erwarten. Wir beschließen daher zusammenzupacken, in Gmünd beim Gasthof Kohlmayr (bodenständige Küche, für jeden was dabei und preislich auch ok – meine persönliche Empfehlung) noch etwas zu essen und danach geht´s wieder ab in die Steiermark. Mit einem traurigen Auge, weil wir gerne noch mehr gebouldert wären.

Aber das Maltatal, und hier vor allem der Bienenlehrpfad, der sieht uns wieder, denn es warten noch einige richtig gute Linien. 🙂

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